Man muss nur wollen!

Yes, we can!
Bravo, Kantonspolizei. Für ein ungerades mal: Bravo, Reto Nause!

Linkschaoten werden direkt vor der Reitschule abgefangen.

... ihr Arsenal wird beschlagnahmt...

... schon kümmert sich das Care-Team mit besänftigendem Streicheln!

(Bilder online aus der Bernerzeitung.)

Warum ich gerne im Emmental wohne.

Der Vorgang ist in der Schweiz von heute alltäglich: Ein Gruppe besoffener Minderjähriger zieht nachts durch ein Wohn- und Gewerbequartier,demoliert Autoscheiben, wirft Schaufenster ein, verursacht Sachschäden in Höhe von mehreren 10’000 Franken.
In Möchtegern-Metropolen wie der Stadt Bern hören wir dann die rot-grüne Regierung etwas von „gesellschaftlichem Wandel“ näseln. Das bedeutet nichts anderes als „Henu, ihr seid selber die Dummen – wir sind zwar die Regierung, aber etwas tun, das tun wir nicht“ .

Diese Dummen sind die Opfer, sie haben den Ärger, müssen herumrennen, den Schaden beheben lassen und die Kosten bleiben an ihnen hängen. Und die wirklich dummen sind die Wähler, die nicht daran denken, dass auch sie zu Opfer werden können.

Dann gibt es noch den Teil der Schweiz, wo es die Leute nicht so weit kommen lassen. Über einen solchen Vorfall aus Burgdorf lesen wir heute in der Bernerzeitung: Die besagten Eltern haben ihre Jungen bei den Ohren genommen, sind mit ihnen persönlich auf dem Polizeiposten aufgekreuzt und haben sie aufgefordert: „Jitz säg, was D’ gmacht hesch!“

Wenn denn schon die Minderjährigen besoffen und feige waren, so waren deren Eltern verantwortungsbewusst und lehren sie den Anstand.Bravo, das nennt man „Erziehung“.

So kommt es, dass der Stadt-Land-Gegensatz im Kanton Bern längst kein Gegensatz mehr ist zwischen agrarisch-handwerklicher Landbevölkerung und verbeamtet-industrialisierter Stadtbevölkerung. Die Berner pendeln zur Arbeit. Sie suchen sich den Wohnort, wo noch Recht und Anstand herrschen auf dem Land. Oder sie entscheiden anders und bleiben in der Stadt, wo man alles gratis haben kann, oder fast gratis, oder gemogelt gratis oder zumindest versprochen gratis, wo man zumindest immer eine Ausrede zur Verfügung bekommt, wenn man sich grad nicht kümmern will, lieber nicht hinstehen will, sich lieber ein bisschen hinter den anderen versteckt oder den harmlosen spielt.

Rösti abgraben.

Man könnte es als Witz lesen und in Tränen ausbrechen vor lauter Lachen. In der Bernerzeitung vom 18. November finden wir die Meldung, dass die Berner Rösti zum UNESCO Kulturgut erwählt wurde.

Zwei Dinge sind allerdings nicht witzig an dieser Geschichte:
1) Mein Kommentar zu dem Zeitungsartikel war zu politisch und wurde zensuriert.
2) Die Politik zu solcher UNO-Blödelei ist alles andere als schmackhaft.

Hier mein zensurierter Kommentar, wie ich ihn an die Bernerzeitung geschickt hatte:

UNESCO Kulturgüter sind eine Errungenschaft des Kalten Krieges. Bestimmte historisch und kulturell wichtige Orte, Bauten, Museen sollten von sämtlichen Kriegshandlungen ausgenommen werden – einen ähnlichen absoluten Schutz bekommen, wie zum Beispiel mit dem Roten Kreuz bezeichnete Ambulanzen.

Die Russen sollten mit ihren Panzern nicht bis zum Berner Zytglogge vorrücken, die Schweizer durften ihn nicht mit einmal mit dem Bajonett verteidigen. Der Stadtkern wäre im Kriegsfall mit einem diagonalen weissen Kreuz auf blauem Grund markiert worden.

Nun denn, der Kalte Krieg ist vorbei. Die Russen kommen, so meinen wir, nicht mehr. Die UNESCO-Kulturgüter brauchen den besonderen Schutz nicht mehr weil die reale Gefahr fehlt.

Lösen wir die Büros auf? Sparen wir uns den Aufwand! Nein, wo sollen wir dann mit all den überflüssigen arbeitslosen Bürokraten hin?

Also eröffen sich diese Sesselfurzer neue Geschäftsfelder, machen Berner Röschti und Wiener Kaffeehäuser zu „Kulturgütern“. Vermutlich auch das Handörgelen und Alphornblasen.

Die Schweiz bezahlt ihren Beitrag an die UNESCO. Unsere Steuergelder versickern durch löchrige Fässer, suchen sich ihren Weg in den Untergrund. Jedes dieser Löcher ist nur klein. Die Ernennung der Berner Röschti hat die schweizerische Eidgenossenschaft kaum mehr als ein paar tausend Franken gekostet. Aber sind ein paar tausend hier, ein paar hundert da.

Am Schluss wundern wir uns, wenn wir kein Geld haben, um genug Ärzte auszubilden, kein Geld, um den Krankenschwestern ordentliche Löhne zu zahlen, kein Geld, um genug Lehrpersonal für unsere Universitäten anzustellen.

Wir halten mit unseren Steuergeldern wichtigtuerische Bürokratenapparate am Leben. Beamten sichern die ihre eigene überflüssige Existenz immer von neuem ab. Dieser Wasserkopf ist zum Eigenzweck geworden. Er gehört abgehauen!

Lotus Elise – Der Murks nimmt kein Ende.

Vor Gericht erzählte uns Peter Hotz als ehemalige Mechaniker von der Autozentrum West AG eine lustige Geschichte von wegen, „nääi, divoo han ig nüd gwüsst, dass bem Elise de Chöeler äifach su kapott goht.“ Es ging in dem Prozess um meinen Lotus Elise. Deren Kühler war in voller Fahrt explodiert und beim Auslenken aus der Kurve war das Heck auf dem schmierigen Kühlmittel ausgebrochen. In der Woche danach fragte ich einen Kollegen und angefressenen Lotus Fahrer, ob er das dem Peter Hotz glaube, dass der überhaupt nichts gewusst hatte vor meinem Unfall.

Nun, denn, da erfahre ich eine erstaunlich Geschichte:

Mein Kollege war vom Schallenberg heruntergekommen. In normalem Tempo eine langgezogene Kurve entlanggefahren, plötzlich und ohne Vorwarnung mitten in der Fahrt verschnetzelt es ihn, das Auto schleudert quer weg, fliegt in einen Graben und krachend in einen Baum. Der anwesende Bauer alarmiert die Polizei und meldet, die Ambulanz könne man sich sparen, das habe so geknallt, dass da sowieso nur noch ein Toter zu bergen sei. Zwei ortsansässige Burschen im VW Golf waren hinterhergefahren und bezeugten das gemächliche Tempo meines Kollegen. Das Zeugnis erspart ihm schliesslich den Führerausweisentzug, nicht aber die saftige Busse von wegen „Nichtbeherrschen des Fahrzeuges“.

Die zerschmetterte Elise wird zur Autozentrum West AG nach St. Gallen transportiert. Nebst einer grossen Zahl anderer Schäden und einem zerschmetterten Heck wird auch eine gebrochene Spurstange, die sogenannte „tow bar“ festgestellt.

Recherchen im Internet ergeben, dass dieses Teil regelmässig, ohne Vorwarnung, ohne dass der Mechaniker im voraus eine Ermüdung des Materials hatte diagnostizieren können bricht. Das Auto wird unlenkbar. Es gibt keine Möglichkeit wie auch immer für den Fahrer, sicher anzuhalten. Was ihm einzig übrigbliebe, wäre voll auf die Klötze zu gehen, das Bremspedal mit voller Wucht durchzudrücken, um wenigstens die Wucht des unvermeidlichen Aufpralles zu mindern.

Wir finden youtube Videos, die solche Vorfälle dokumentieren. Am spektakulärsten ist das Video von dem Fahrer auf der Nordschleife. Auf einer harmlosen Geradeausstrecke passiert das Unglück. Ein nachfolgender Fahrer hatte per Zufall eine Videokamera vorne im Auto. So wurde der Vorfall verewigt.

Was nun sagte der Mechaniker Peter Hotz zu diesem Geschehen? Klar, solche Spurstangen brechen, das sei bekannt. Mein Kollege bat deshalb um eine schriftliche Bestätigung, dass die Spurstange gebrochen war und dass dieses die Unfallursache sein könne. Die Antwort war, man habe schon eine Klage von mir am Hals und man wolle keine weiteren solchen Scherereien. Schriftliches gebe es nichts. Fazit meines Kollegen: „Die in St. Gallen hatten den Gagg in der Hose wegen Dir!“

Normalerweise würde jeder renommierte Autohersteller einen Rückruf veranstalten und solche Mängel an seinen Fahrzeugen beheben. Nun ist es leider so, dass Lotus kein renommierter Autohersteller ist, sondern eine englische Bastlerbude. Die reden sich lieber heraus, anstatt die Probleme mit Spurstange und Kühler in Ordnung zu bringen. Schade ist, dass die Autozentrum West AG als grösster Lotushändler der Schweiz es versäumt, sich für die eigenen Kunden einzusetzen und beim Hersteller zu intervenieren!

Wo die Welt noch in Ordnung ist.

Seit die die links-intellektuellen und die Ökofaschisten unsere Grosstädte und auch das abgefackte Bundeskaff Bern regieren, wurde das Ende des Sonderfalles Schweiz eingeläutet. Der linksextreme Zürcher Kriminologieprofessor Kilias kam in einer seiner Studentenplausch-Meinungsumfragen denn auch zum Schluss, dass die Schweiz bei der Kriminalitätsrate inzwischen auf europäischem Niveau angelangt sei. In Bern sei die Sicherheit der Einwohner sogar wesentlich schlechter als im EU-Durchschnitt. Wir werden also systematisch für die Grillparty nach dem EU-Beitritt weichgeklopft.

Nichtsdestomehr geht max mit offenen Augen durch die Schweiz und fragt sich, wo diese Schweiz noch die Schweiz ist, in der aufgewachsen war. Wo dürfen die Soldaten ihre Sturmgewehre auf dem Perron abstellen, während sie im Bahnhofspunten eines ziehen? Da müssen wir wohl passen. Die SBB schaffen den Kundendienst ab und Bahnhofbuffets oder Perrons sind da nicht mehr gefragt.

Immerhin kann max aus der Justizwelt von einer guten Erfahrung berichten. Eine funktionierende Justiz trägt viel bei zu unserem Vertrauen in den Rechtsstaat. Der heutige Ausflug nach St. Gallen war eine richtige Wohltat bei schön sonnigem Wetter. Zwar konnte max im Gerichtssaal bei dem Zivilrichter nicht wirklich durchdringen mit seinem Anliegen. Dafür traf er in St. Gallen auf einen Richter, der sich Zeit nimmt und sorgfältig arbeitet. Das hat max in Bern erst ein einziges mal erlebt, nämlich in Langnau beim Gerichtspräsidenten Schmid beim Prozess um eine Parkbusse.

Der St. Galler Richter kannte die Akten und konnte kompetent daraus Fragen stellen. Das hat max in zwei Dutzend bernischen Prozessen noch nie erlebt. Die Akten waren geordnet und paginiert. Das passiert in Bern ab und zu auch, aber verlassen kann man sich nicht darauf.

Doch was max richtig spannend fand, das war die Befragung des Zeugen. Der Richter hat den Zeugen umfangreich, detailliert, mit Bezug zu den Vorakten befragt. Die gesamte Sichtweise des Zeugen protokollieren lassen, was immer aus diesen Aussagen der einen oder der anderen Partei nützen konnte. Ja, man ging sogar soweit, ein Tonband laufen zu lassen, um später notfalls nachzuprüfen was gesagt wurde.

Man stelle sich den Unterschied zu den Berner Richtern vor: Da ist es normal, dass eine verschusselte Gerichtspräsidentin im voraus die Sekretärin beim Angeklagten anrufen lässt. Ausserhalb der Gerichtsverhandlung und vor dem Beweisverfahren lässt sie telefonisch ausrichten, dass der Angeklagte sowieso verurteilt werde zu einer Abfallbusse. Danach legt sie mehrere Verfahren zusammen, lädt nach belieben Zeugen zu beiden Verfahren vor, ohne dass der Angeklagte über die Vorladungen informiert wird. Die Zeugenbefragung wird durchgeführt, ohne dass der Beklagte überhaupt weiss, in welcher Sache gefragt wird.

Und wen wunderte es: Das Protokoll wird in Bern „sinngemäss“ geführt, was heissen will, die Richterin diktiert der Sekretärin den Inhalt der Zeugenaussage und sorgt dafür, dass das Protokoll so genau wie möglich ihre eigenes vorgefertigtes Urteil wiedergibt. Selbstverständlich wird der Angeschuldigte max verurteilt. Er hatte sich erfrecht, seine Abfallsäcke in reglementswidriger Weise mit alten Abfallmarken zu bekleben anstatt die neuen Säcke zu verwenden. Er war sogar soweit gegangen, 40Rappen zuviel für seinen Ghüder zu bezahlen.

So wie es sich in jedem faschistoiden Staatsgebilde gehört, es braucht eine Vollstreckungsjustiz, sonst geht nichts. En passant wurde max von einer Parkbusse freigesprochen. Bei Parkbussen hat er den Dreh heraus, und weiss welche Rechtfertigungen und Beweismitteln weiterhelfen. Bei Abfallbussen muss er noch ein wenig üben.

max trampt durch bernische Gerichtssäle und erlebt dabei die absonderlichsten Dinge – nicht immer nur zu seinem Nachteil. Einmal sprachen die Oberrichter einen mehrfach vorbestraften Räuber und Gewalttäter frei, weil sie grad keine Lust hatten, den schon wieder einzulochen. Der war sowieso nur noch 10 oder 11 Monate pro Jahr in Freiheit und bedingte bekam er längst nicht mehr. Die Oberrichter hielten meinem Gegner eine Ausrede zugute, die weder dem Angeklagten selber noch dessen Anwalt in den Sinn gekommen war. In der Urteilsbegründung lesen wir dann tatsächlich, dass man den Angeklagten zwar nicht gefragt hatte, was er sich gedacht hatte, aber hätte man ihn gefragt, dann hätte er sicher gesagt, dass er gedacht hatte….

Ein ander mal war max selber der Angeklagte wegen einer angeblichen Verleumdung. Adhäsionsweise musste man mit einer grösseren Schadensersatzklage rechnen. Der Richter begriff, dass max moralisch trotz allem im Recht war. Er schickte den Kläger aus dem Saal und redete auf max ein. max gingen die Augen über. Haarklein, eindringlich mit finsterem Blick erklärte dieser Strafrichter dem max, welche Ausreden er dem Richter erzählen müsse, damit der Richter ihn nicht verurteilen könne. max hatte seinen Anwalt dabei. Der Anwalt war zu blöde, um das Spiel zu durchschauen. Nun denn, max packte die Gelegenheit beim Schopf und vertraute sich den richterlichen Ausreden an. Ausserdem führt er seine Prozesse seit damals selber.

Der Nachteil vom selber Prozessieren ist, dass bernische Richter einem normalen Bürger nicht zuhören. Man muss mit grossem Nachdruck im Gerichtssaal sich Gehör verschaffen, dem Richter dreinreden, ins Wort fallen, gelegentlich laut werden. Das ist mühselig aber es wirkt. Es zeigt zudem, wie wenig ernst die Berner Richter sich selber, ihr Amt, ihre Würde, ihre Verpflichtungen nehmen.

Überrumpelt war max von den Reaktionen aus seinem Freundeskreis: Drei von diesen besonnen, bodenständigen Frauen im besten Alter hörten sich seine Geschichten um die Berner Justiz an und begannen von ihrem Helden Kneubühl zu schwärmen. Es waren die Männer, die max ermahnten, dass es wichtigeres gebe im Leben und er sich auf seinen Beruf, seine Hobbies und seine Liebschaften konzentrieren solle.

Nun denn, max hat eines seiner Hobbies ernst genommen, sich dafür gewehrt, dass man ihm keine lebensgefährliche Sportwagen unter den Hintern schieben solle. Die Beweislage war etwas schwierig in der Sache und so hat er vor Gericht nachgeben müssen. max erinnert den über-chaotischen Vermittlungsvorstand von vor einem Jahr. Eine Laienperson sollte vermitteln und tat das gegen die Regeln der St.Gallischen Zivilprozessordnung. Doch ginge es ums Geld alleine, dann hätte er damals nachgeben sollen. Im Vergleich steht max nun um 3000 Franken schlechter da.

Was soll max sagen? Er hat die erholsame Erfahrung gemacht, dass wenigstens im Osten der Schweiz die Parteien vor Gericht noch ernst genommen werden, die Richter ihre Arbeit erledigen, wie es sich gehört. Wie schön war es da, wenn max vom St. Galler Richter direkt angesprochen wurde, der Richter ihm in die Augen schaute und ihn reden liess, bis dass er trotz seiner beschränkten juristischen Kenntnisse seine Sicht zu erklären vermochte. Wenigstens für einen einzigen Tag einen funktionierenden Rechtsstaat erleben zu dürfen, das ist für max eine Wohltat, als hätte er eine Woche Ferien beim Surfen auf Hawaii verbracht.