Was hesch?

Die Frage hat jeder von uns schon tausendmal gehört und jedesmal bedeutet sie etwas anderes. Was gibt dieser Frage ihre Bedeutung? Ich schreibe jetzt ein bisschen über Meta-Kommunikation.

Ein Bub ist im Vorgarten gestürzt und kommt weinend und mit blutendem Knie in die Küche gerannt. Fragt die Mutter „Zeig, was hesch?“ Sie will das Knie untersuchen (und merkt, dass da feine Kiesel unter der Haut feststecken und sie das Knie putzen und verbinden muss). Die Bedeutung der Frage ergibt sich aus der Situation im Haus, der Beziehung des Buben zur Mutter, der körperlichen Tatsache einer Verletzung, dem Weinen. Die Mutter könnte auch sagen „Zeig mau, was hesch?“

„Was hesch its ou?“ Fragt der Ätti das weinende Mädchen. Die Bedeutung ergibt sich wieder aus der Beziehung, aus der Art des Weinens, aus der Tatsache, dass keine Verletzung sichbar ist. Der Ätti will das Mädchen trösten.

„Was hesch jitz wider?“ Fragt die Ehefrau als ihr Mann etwas am Grummeln ist. Denken Sie sich verschiedene Bedeutungen aus! Nehmen Sie als Vorlage unterschiedliche Beziehungsgeschichten der beiden. Sind sie zuhause oder auswärts? Die Bedeutungen können varieren nach der Tageszeit, welche Tätigkeiten die beiden grad machen, ob der Tonfall der Ehefrau empört, giftig oder besorgt oder gelangweilt ist.

„Was hesch eigentli?“ Rufen ein paar Jugendliche Ihnen auf der Strasse zu. Sie suchen offensichtlich Streit. Das schliessen Sie aus dem Tonfall, aus der Tatsache, dass es Fremde sind, dass sie in der Gruppe auftreten. Ob das als Drohung oder als Spott gemeint ist, schliessen Sie daraus, ob die Jungendlichen weitergehen und lachen oder ob sie auf Sie zukommen und die Reihen schliessen.

Metakommunikation läuft fast nur unbewusst ab. Sie schliesst sehr unterschiedliche Ereignisse und Strukturen ein: die äusserlichen Umstände, die Stimmung, die Körpersignale, die Beziehungsgeschichte, Konventionen – all das bestimmt den Inhalt einer sprachlichen Nachricht.

Sie ist der wissenschaftlichen Analyse nur mit grossem Aufwand zugänglich. (Verhaltensbeobachtung, Videoaufnahmen. Je nach Fragestellung hunderte von Stunden Chnübliarbeit, um zwei Stunden Video auszuwerten.)

Wir haben im Alltag so gut wie keinen bewussten Einfluss auf diese Kommunikationsebene. Mit der Frage habe ich mich nicht wirklich abgegeben. Ich denke, dass ein aufwendiges Training mindestens einen Teil des unbewussten Geschehens zugänglich macht. Aber es hat immer auch einen Verlust der Unschuld zur Folge: Familientherapie, Verkaufsschulung, Managertraining, Ausbildungen in polizeiliche Verhörtechniken und zum Sporttrainer – das sind alles Beschäftigungen, wo wir einen Teil dieser Metakommunikation steuern lernen.

Und es gibt Stümper, die an der Metakommunikation herummanipulieren. Wir wettern über anmassende Feministinnen, die angeblich wissen, dass es einzig die von den Männern durchgesetzte Erziehungsweise ist, die Mädchen zu Frauen und Buben zu Männern macht…
Wir lächern uns über einfältige Genderforscher, die ihr Denken an einer simplen Orientierungsachse ausrichten und nichts ausser dem Geschlechterkrieg wahrnehmen.
Wir bedauern gehetzte Mobbingopfer. Viele sind ein bisschen ungeschickt, Metakommunikation richtig einzuschätzen und werden wegen dieser Schwäche zum Opfer erwählt.
Und abendfüllend können sich etliche Männer über schlechte Fussballtrainer auslassen. Die Fussballtrainer kommen im nächsten Blog dran.

Metakommunikation wird eingeübt, wenn die Mama mit den Kleinen die Hausgespenster bastelt, statt sie im Schiggi-Miggi-Interieur-Laden für 42 Euro pro Stück zu bestellen. Mamablog ist sich wieder einmal von selber übergetroffen! Die sind nicht dicht!

220 Antworten zu Was hesch?

  1. Gott, meine Krone, vergib und schone
    lass meine Schulden in Gnad und Hulden
    aus deinen Augen sein ferne gewandt.
    Sonsten regiere mich, lenke und führe
    wie dir’s gefallet; ich hab gestellet
    alles in deine Beliebung und Hand.

    Kreuz und Elende, das nimmt ein Ende
    nach Meeresbrausen und Windessausen
    leuchtet der Sonne erwünschtes Gesicht.
    Freude die Fülle und selige Stille
    darf ich erwarten im himmlischen Garten
    dahin sind meine Gedanken gericht.

    Paul Gerhardt, 1607-1676, Die goldne Sonne

  2. (Fortsetzung 44)

    „Ich habe Dich gesucht und endlich gefunden – aber wohl zu spät“, fing ich an zu erzählen, was ich so alles unternommen hatte, um an ihre Telefonnummer zu kommen. „So ist das Leben“, schloss ich. „Du keine Frau seit Dezember?“ „Doch, manchmal gehe ich mit einer Frau vom Dnjepr aus, die ich getroffen habe, als ich Dich suchte.“ „Du Sex mit diese Frau?“ „Nein.“ „Warum?“ „Zu teuer.“ „Ich auch teuer.“ „Du hast Periode – bekomme ich Rabatt?“, fragte ich augenzwinkernd. „Njet“, sagte sie und küsste mich. Jana hatte diese Gabe, einen selbst das mieseste Loch vergessen zu lassen und sie machte reichlich Gebrauch davon. Wieder wollten ihre neugierigen Brüste nicht zurückstehen und in ihrem Nacken stellten sich die feinen blonden Häarchen auf, als ich ihn küsste und sie nach ein paar Umwegen zärtlich in die linke, süsse Hinterbacke biss. „Du einen Tag zu spät.“ „Ich war hier gestern, Kosakenmädchen“, spielte ich den Vorwurfsvollen. „Klient mich gekauft“, sagte sie, als ob es das Selbstverständlichste auf der Welt wäre. „Wir gegangen Alpamare und Restaurant. Ich gerne Alpamare“, strahlte sie. „Er schon alt, er nur…“ Was sie zeigte bedeute in Worte gefasst wohl soviel wie rumfummeln – also in etwa genau das, was wir auch taten. Wahrscheinlich musste Sie ihn auch „interviewen“ – zweitausend lässt man nicht liegen nur für Gesellschaft und ein bisschen fummeln.

    Der Blick auf den Reisewecker zeigte, dass die Stunde schon fast um war. Ueberziehen bedeute Schwierigkeiten mit der Aufpasserin hinter der Bar. Bis dahin waren meine Jeans zugeblieben. Jetzt knöpfte sie sie auf, zog den Reissverschluss herunter und griff hinein. „Ich nur sehen, ob alles okay mit grosse „kleine Bruder““, beantwortete sie das Fragezeichen in meinem Gesicht. Mit einem Kuss beendete sie die kleine Inspektion und meinte: „Warten eine Moment bis einpacken.“ „Solange Du in dieser Aufmachung da stehst, wird das Einpacken wohl ein frommer Wunsch bleiben, Kosakenmädchen.“ „Da“, erwiderte sie und schüttelte ihre hübschen Brüste zurück ins Bustier. Wie kam sie nur auf die Idee, dass das hilfreich war in diesem Moment? Die Frisur wurde wieder etwas hergerichtet – Resultat: Aus einer wilden Lockenpracht wurde eine wilde Lockenpracht. Mascara und Lippenstift rasch aufgefrischt und der Reissverschluss konnte auch wieder geschlossen werden. Nach zwei Treppen und einem Gang waren wir wieder zurück in der Bar.

    (Fortsetzung folgt…)

  3. (Fortsetzung 45)

    Bevor ich überhaupt ans Abschied nehmen denken konnte, sagte sie: „Noch ein Halbeli, dawai?“ Die rumänische Barfrau servierte die kleine Moët und ein Glas Tonic mit Eis. Als sie wieder gegangen war, raunte Jana: „Gypsy“ und rümpfte leicht die Nase. Freundinnen waren die beiden offensichtlich nicht die besten. Wir sassen etwas abseits der Bar in einer Sitzecke und Jana erzählte von daheim, ihrer Schwester, die kürzlich wieder geheiratet hatte, und ihrem Bruder, der in einem der grossen Stahlwerke ihrer Heimatstadt arbeitete. Seit dem Tod ihrer Mutter, die an Diabetes gelitten hatte und von Jana und ihrer Schwester, aber hauptsächlich von Jana, gepflegt worden war, half sie auch dort aus, wenn das Geld nicht ganz reichte. Und es reichte eigentlich nie ganz. Die horrenden Preise für die Medikamente ihrer Mutter hatten damals dazu geführt, dass sie Tänzerin wurde. Als Friseuse konnte man in der Ukraine kaum genug fürs normale Leben verdienen. Insulin-Pens für mehrere hundert Dollar pro Monat wären sonst unerschwinglich gewesen.

    Ob es die Erinnerung an die verstorbene Mutter, das Heimweh oder der Champagner waren, weiss ich nicht genau, aber plötzlich waren die Tränen da gewesen. Wenig später brach alles aus der kleinen Frau heraus und sie weinte hemmungslos. Sie hatte das Gesicht tief in meine Schulter vergraben, als die „Bar-Zigeunerin“ zum Rechten sehen wollte. Mit einem scharfen Blick und einer leichten Kopfbewegung schickte ich sie wieder zurück hinter die Bar. Ich hatte Jana mein Stofftaschentuch gegeben und strich ihr über die blonden Locken, während ich sie festhielt und weinen liess. Eine Viertelstunde und ein Glas Moët später war die Krise vorüber – fast wie das Gewitter zwei Stunden zuvor. Jana wollte sich entschuldigen, aber ich hielt sie einfach im Arm, küsste sie auf die wilden, feuchten Locken und strich ihr darüber. Ihr Make-up war mehr als ramponiert, mein Polo war klatschnass auf der rechten Seite und das Kosakenmädchen schneuzte sich laut die Nase. Toulouse-Lautrec wäre vermutlich durch ganz Montmartre gehumpelt für dieses Sujet, das wir beide abgaben. Dann verschwand sie für ein paar Minuten, um sich wieder etwas frisch zu machen. Wenn man sein Leben doch auch so leicht „frisch machen“ könnte, wie sein Make-up. Als ich bezahlte fiel mir einmal mehr auf: Wie schäbig diese Schuppen manchmal auch sein mochten, die Preise waren immer erstklasig.

    „Bevor ich gehe, möchte ich noch etwas wissen, Jana: Hätte ich Dir im Dezember ein „Geschenk“ geben sollen – bei mir? Sei ganz offen.“ „Nein, das war privat. „Privat“ war auch der gängige Euphemismus für bezahlten Sex inner- und ausserhalb der Arbeitszeit. Deshalb hakte ich noch einmal nach: „Du meinst privat „Privat“?“ „Da“, lächelte sie. Beim Abschied fragte sie: „Du kommen nach Ebikon nächste Monat? „Mal sehen – ich war schon lange nicht mehr im Sommer in Luzern. Vielleicht ist nächster Monat gar nicht so schlecht, das wieder einmal zu tun.“ „Ich gerne Du kommen.“ „Ich gerne Dich wiedersehen“, antwortete ich auf „Russisch“. Wo sie herkam, war „Tschüssli, Küssli“ eine richtige Umarmung und ein richtiger Kuss. Die Ukraine war halt ein weites Land. Auf der Heimfahrt sang Bob Seger „Chances are…“.

    (Ende der 1. Staffel. Fortsetzung folgt nach der Sommerpause ab 1. August – schönen, heissen Sommer)

    Soundtrack 1. Staffel:
    Bob Seger – We’ve got tonight
    Bob Seger – Main Street
    Bob Seger – Against the Wind
    Bob Seger – Chances are
    Lee Greenwood – God bless the USA
    Hot Chocolate – You sexy thing
    Tina Turner – Private Dancer
    Meat Loaf – Good Girls go to Heaven
    The Clash – Should I stay or should I go
    Matthias Reim – Verdammt ich lieb Dich

  4. Wer hatte auf Mamablog Bob Seger Videotubes zitiert?

  5. So eine Scheisse, jetzt kommen nicht mal diese feuchten Fantasien den Juli durch. Sag mal holst Du Dir einen runter wenn du diese Sülze schreibst? Sicher träumst Du dann davon, wie sie ihn dir lutscht, bis trotz des Schampus und Gin ein bisschen was raus tropft. Zu mehr und besonders zu einem guten richtigen Kuss wird all Dein Geld nie reichen. DAS ist der Unterschied zwischen Prostituierter und Geliebter.
    Wie ich den GESTANK von Schwanz HASSE!

    Noch was Du Gin-Wrack: Gin ist ein Zeichen von Klasse. Nämlich keine Klasse zu haben.

  6. Orlando Furioso

    August kommt im Auguste wieder, o.ä. Kafka arbeitete im richtigen Leben ja auch als Buchhalter.

    Also ich freue mich!
    Wie um Himmels willen füllen wir das Sommerloch?

  7. Orlando Furioso

    @Anonym (Nr. etwa 4)

    Eine Frau, die einem ins Hemd weint hat etwas zwingend erotisches, so leid es mir tut. Die Aufgelöstheit, die Atmung, die Laute, die ganze Intimität des Augenblick – ist sehr ähnlich wie wenn Frau einen Höhepunkt erlebt. Ist antörnend.

  8. Frustrierte

    “Eine Frau, die einem ins Hemd weint hat etwas zwingend erotisches” genau – eine subtilere Art der Prostitution. Mann tut so auf Freund und Helfer um sie Gefühlsgefügig zu machen. Das ist schweinischer als ihr einfach den Pimmel irgendwo rein zustecken gegen ein paar Hunderter die Stunde.

    Die weinende Frau in einem schwachen Moment umsorgen. Ja Ja. alte Pick-up Taktik. Das Mädchen wird also auf mehreren ebenen gevögelt. Einmal biologisch und dann weil ihre Gefühle auch noch missbraucht werden.

    Je länger ich da nachdenke, um so angewiderter bin ich.

  9. @Frustrierte

    Es gibt auch die ewigen Opfer, die den Trick gefunden haben, wie sie als Opfer die anderen manipulieren können. Das funktioniert im Privaten bestens. Ewige arme Opfer haben eine extreme Kontrolle.

    Überraschen ist, dass es auch im politischen funktioniert. Fast die ganze aktuelle Frauenbewegung profitiert davon, dass man die Frauen ständig als arme Opfer hinstellt.

  10. Orlando Furioso

    …und die Palästinenser.

    Machtgefühle haben eine starke erotische Komponente. Egal ob sie von Männlein oder Weiblein ausgehen.
    Man sieht das manchmal bei alten Ehepaaren: die mit Lust keifende Frau, die geistig etwas besser beisammen ist und auf dem senilen Mann herumhackt. Rache?

    Eine heulende Frau unterwift sich, lässt sich gehen, gibt sich hin. Das ist sexy.
    Mir heulte noch nie eine Prostituierte ins Gilet, deshalb kann ich nicht beurteilen ob es seitens des Freiers eine “doppelte” Unzucht ist.

  11. Willkommen, klare Sommernacht,
    die auf betauten Fluren liegt!
    Gegrüsst mir, gold’ne Sternenpracht,
    die spielend sich im Weltraum wiegt!

    Das Urgebirge um mich her
    ist schweigend wie ein Nachtgebet;
    weit hinter ihm hör ich das Meer,
    im Geist, und wie die Brandung geht.

    Ich höre einen Flötenton,
    den mir die Luft von Westen bringt,
    indes herauf im Osten schon
    des Tages leise Ahnung dringt.

    (Fortsetzung folgt)

  12. Orlando Furioso

    Gottfried Keller, mit 1.50 m Körpergrösse ein Zwerg, ging im Zürcher Niederdorf (am Rindermarkt 12 um genau zu sein) abends jeweils in die Gastwirtschaft “Oepfelchammer”, liess sich mit Weissem vollaufen und dichtete. Ob er für die Beiz – die es heute noch gibt und im urchigen Stübli im ersten Stock das Alte-Eidgenossenschaft-Feeling mit viel Holz und niedrigen Decken bewahrt hat – ob er auch Slampoetry für seine quiekvergnügten Mitzecher zum Besten gab? Niemand kann sich erinnern…

    Dass sich der vor allem mit den Seldwyla-Novellen berühmt gewordene Dichter (damals ernteten Schweizer Intellektuelle Lob und Anerkennung im gesamten deutschsprachigen Raum und konnten dennoch Patrioten sein!) mit der heutigen Botellon-Jugend sehr gut verstanden hätte, bezweifle ich keine Sekunde.

    Und dass er die rotgrünen Kleingeister von Heute als Schild- und Spiessbürger entlarvt hätte, ist stark zu vermuten.

  13. Wacht auf! Verdammte dieser Erde
    Die stets man noch zum Hungern zwingt.
    Das Recht, wie Glut im Kraterherde,
    Nun mit Macht zum Durchbruch dringt!
    Reinen Tisch macht mit dem Bedränger,
    Heer der Sklaven wache auf!
    Ein Nichts zu sein, tragt es nicht länger!
    Alles zu werden strömt zu Hauf!

    Refrain:
    |: Völker hört die Signale!
    Auf zum letzten Gefecht!
    Die Internationale
    Erkämpft das Menschenrecht! :|

    Es rettet uns kein höh’res Wesen,
    Kein Gott, kein Kaiser noch Tribun.
    Uns aus dem Elend zu erlösen,
    Können wir nur selber tuen!
    Leeres Wort, des Armen Rechte!
    Leeres Wort, des Reichen Pflicht!
    Unmündig nennt man Euch und Knechte!
    Duldet die Schmach nun länger nicht!

  14. Ich sinne, wo in weiter Welt
    jetzt sterben mag ein Menschenkind -
    und ob vielleicht den Einzug hält
    das viel ersehnte Heldenkind.

    Doch wie im dunklen Erdental
    ein unergründlich Schweigen ruht,
    ich fühle mich so leicht zumal
    und wie die Welt so still und gut.

    Der letzte leise Schmerz und Spott
    verschwindet aus des Herzens Grund;
    es ist, als tät der alte Gott
    mir endlich seinen Namen kund.

    Gottfried Keller, Stille der Nacht

  15. Fortsetzung 46

    Es war kurz nach 18.00 Uhr als sie die Rolltreppe aus dem Bauch des Luzerner Bahnhofs heraufkam. Sie trug ein kurzes grau-blaues Sommerkleid, Römersandalen à la Ukraina – mit vielen bunten Steinen besetzt, eine passende Handtasche unter dem Arm und die vermutlich grösste Sonnenbrille der Welt. Ihr blonder Lockenschopf hüpfte mit jedem Schritt auf und ab, als sie auf mich zukam, und ich roch ein Mix aus Shampoo und Dolce & Gabbanas „The One“ Duft als wir uns zur Begrüssung umarmten. „Magst Du Margaritas?“, frage ich sie, worauf sie mich etwas verdutzt ansah und sagte: „Wer Sie?“

    Ich bot ihr meinen Arm an, und wir machten Rechtsumkehrt und spazierten die Pilatusstrasse hinauf in Richtung eines mexikanischen Restaurants, dessen Bar diese grossartigen „frozen Strawberry-Margaritas“ mixte. Auf dem Weg dorthin erklärte ich Jana, was es mit diesen „Mädels“ auf sich hatte. Einen Drink später sassen wir im angenehm kühlen Restaurant und studierten die Speisekarte. Es war immer das gleiche mit ihr: plaudern, lachen, fragende Gesichtszüge, wenn wir uns wieder mal missverstanden und diese strahlend blauen Augen, die so schön lachen konnten. Um zehn würde sie zum Dienst antreten müssen in Ebikon. Das liess uns etwa drei Stunden, um den warmen Sommerabend miteinander zu geniessen. Wir assen überbackene Nachos, „Surf ‘n Turf“ und Fajitas. Die Margaritas dazu schmeckten ihr grossartig und mein Cola war auch ganz toll. Sie erzählte, dass sie im August nicht arbeiten würde und den ganzen Monat bei ihrem Freund verbringen würde. „Das Test für uns“, meinte sie, und ich versicherte ihr, dass das ein gute Idee wäre und versuchte „Drum prüfe, wer sich ewig bindet!“ auf Russisch zu erklären. „Dawai, auf gute Test! – Na Zdarovie!“, erhob sie ihr Glas. Es klirrte ein bisschen, der Nebentisch blickte zu uns herüber, wir lachten und tranken.

    Als wir gegen neun wieder auf die Strasse hinaus traten, war es immer noch hell und feuchtwarm.
    Ich wandte mich in die Richtung, wo mein Auto parkte und Jana ergriff meine Hand, als wäre es das Selbstverständlichste auf der Welt. So schlenderten wir gemütlich in Richtung See. Dreissig Minuten später hielt ich etwas abseits des Ladens an, in dem sie eine der „Eastern Promises„ war. “Du noch kommen?“, zwinkerte sie. „Nein, sonst kann ich nicht mehr nach Hause fahren“, antworte ich. Sie setzte für einen Moment das „Dawai-komm-doch-noch-auf-ein-Halbeli-oder-Flasche-Gesicht“ auf, um nur Sekunden später lachend zu verkünden: „Dawai, dann nächste Wochenende?“.

    Auf der Rückfahrt sang Bob Seger “Fire Lake” und ich überlegte so konzentrier wie möglich, wann ein weiterer Trip in die Innerschweiz möglich wäre in den nächsten Wochen, dass Zürich nur ein Katzensprung von der Innerschweiz entfernt zu sein schien.

    (Fortsetzung folgt…)

  16. @ Traveller

    Schön, dass es endlich weiter geht. Hoffe, Sie lassen uns nun nicht wieder über 1 Jahr sitzen.

  17. Fortsetzung 47

    Als ich die Bar betrat, hatte ich das übliche „déja vu“ – rotgedämpftes Halbdunkel, verziert mit Lichterketten, eine Bühne in der eine Stange steckte und Augenpaare, die Schuhe, Kleidung und Uhr musterten und taxierten.

    Ich konnte Jana nicht entdecken, aber kaum hatte ich mich auf einen der Barhocker niedergelassen, rauschte eine Riesin in Tüll an mir vorbei und hinaus. Für einen Moment war mir so, also hätte ich diese Riesin schon einmal gesehen. Das bestellte Cola wurde kurz darauf vor mich hingestellt, gegenüber wurden ein Dekolleté in Stellung gebracht, dann wurde es dunkel vor meinen Augen.

    „Du gekommen?“, lachte Jana in mein rechtes Ohr. „Du gesagt“, packte ich mein bestes Russisch aus. Jana umarmte mich herzlich, das Dekolleté von gegenüber atmete wieder aus. Eine Moët wurde geköpft und Jana führte mich in eine ruhigere Ecke des fast leeren Cabarets. Wir setzten uns und warteten auf die Getränke. Die Bardame servierte den Champagner und liess sich nicht zweimal bitten, doch auch ein Glas mitzutrinken – „Na Zdarovie!“

    „Du erinnern Ludmilla?“, begann Jana das Gespräch. „Sie mit mir gearbeitet in Glarus.“ Jetzt fiel der Groschen, die Riesin war die schnippische „Basketballspielerin“ von damals. „Sie mich geholt, wenn du gekommen.“ Soviel zum Gedächtnis und Sehkraft in der Dunkelheit von Tänzerinnen. Im Nu waren wir wieder mitten im Gespräch über das Leben am südlichen Dnjepr, die Ferien mit ihrem „Zukünftigen“ und den Oktoberkontrakt, der sie wieder in meine Stadt bringen würde. Die Flasche war noch nicht halbleer, da lagen wir uns schon wieder in den Armen und knutschten wie Teenager.

    Als wir wieder einmal Luft holten und einen Schluck tranken, sagte Jana: „Wir tanzen!“ Automatisch wanderte mein Blick zur Stange. „Nein, nicht da – hier, du und ich“, stellte sie klar.
    Foreigner beendeten „Cold as Ice“ und Rod Stewart hatte scheinbar keine Lust über etwas zu sprechen – das passte. Wir tanzten eng umschlungen und gegen Ende des Liedes rief Jana der Bardame zu: „More slow, dawai, Natalia!“ Ob es daran lag, dass wir uns so umschlangen oder ob es Zufall war, war schwer zu sagen, aber die Bardame schickte uns Air Supply, die mit ihrem „All out of Love“ ein Glanzlicht des Balladen-Pop hinlegten und das inmitten von Lichterketten und Lichtreflektionen, die die rotierende Disco-Kugel von der Decke auf die Tanzfläche und an die Wände schleuderte.

    Es war schon gegen Mitternacht, als die Flasche leer war, und ich langsam, aber sicher, aufbrechen musste. „Wir nehmen noch Flasche und gehen nach oben“, schlug Jana vor. „So viel Cash habe ich nicht bei mir, Jana. Vielleicht im Oktober, wenn du nicht schon verheiratet bist“, lachte ich. „Ich nicht du gehen.“ „Irgendwann ist die Flasche leer…“, wollte ich gerade ansetzen, da öffnete sie ihre Handtasche und nahm einen Schlüssel heraus. „Zimmer Nr. 4, Etage 3 – du gehen und warten mir. Ich komme, wenn fertig hier.“ „Jana, ich habe nicht so viel Geld bei mir heute…“ „Morgen Samstag, in Luzern „Sale“ – wir gehen?“ Sorgfältig wog ich die Optionen ab, während ich gleichzeitig den Schlüssel entgegennahm. „Du vorsichtig – niemand darf wissen“, flüsterte Jana. Erst Adrenalin, dann Testosteron und zum Schluss eine volle Dröhnung Endorphine und das ganz ohne irgendwo runter zu springen – perfekt, aber wahrscheinlich nicht billig, dachte ich.

    (Fortsetzung folgt…)

  18. Fortsetzung 48

    Das Pyjama war wahrscheinlich keine ukrainische Erfindung, überlegte ich, als ich auf das grosse Bett blickte. Ungefähr dort, wo sonst Schlafanzüge hingelegt werden, lag nur ein hellblauer, schwarzgesäumter String. Kaum ein Kleidungsstück sieht erbärmlicher aus, wenn es aus seiner natürlichen Umgebung gerissen wird. Gut hatte das einsame Stück Stoff noch etwas Gesellschaft von zwei Handys, die da, unweit einer Steckdose am Kopfende, wieder einmal ihre Batterien ein bisschen aufladen mussten. Nachdem ich mich bis auf die Shorts ausgezogen hatte, gesellte ich mich dazu und schaute mich, mit Hilfe des Neonlichts von draussen, im halbdunklen Zimmer um. Es war ziemlich gross und an der Decke klebten zwei nackte Neonröhren. Ein Schrank, ein Stuhl mit Laptop drauf, ein kleiner Tisch voller Schminkutensilien, ein TV und ein überquellender Kleiderständer spielten sich als Einrichtung auf. Ob Jana eine ordentliche Unordentliche oder eine unordentliche Ordentliche war, liess sich nicht so genau sagen – Ordnung und Unordnung hielten sich im Raum in etwa die Waage.

    Eine Kirchturmuhr schlug mittlerweile halb drei und in einem andern Zimmer schlug jemand einer Frau rhythmisch auf den Hintern, was diese mit ebenso rhythmischem Stöhnen quittierte. Eine Viertelstunde später war dann wieder Ruhe und ein Hinterteil möglicherweise blau. Ich hatte bis dahin noch kein Auge zugemacht, und fernsehen konnte ich auch nicht, da niemand wissen durfte, dass ich überhaupt dort war. Da blieb nur eins: Einschlafen, x-ter Versuch. Dabei hatte ich allerdings die Rechnung ohne die Tänzerin gemacht, die nebenan etwas Arbeit nach Hause gebracht hatte. Ihrem Stöhnen nach zu urteilen, war es nichts Leichtes. Vier Doppelglockenschläge, denen drei weitere folgten – kaum auszudenken, wie lange einem das Leben wohl vorkäme, würde man nicht einen schönen Teil davon verschlafen. Champagner, eine ukrainische Verheissung und Nachbarn, die laut vögelten, waren ganz klar keine guten Voraussetzungen für geruhsamen Schlummer. Irgendwann übermannte mich der Schlaf dann doch, denn als Jana ins Zimmer kam, war sie auch schon wieder draussen, bis ich realisierte, wo ich eigentlich war. Ich schaute auf meine Uhr und es war halb fünf und vor der Türe war es plötzlich lebendig geworden. „Dawais“, „Ni hatschus“ und „Sbasibas“, stöckeln und schlurften, gähnten und fluchten – kein Zweifel, die Brigade hatte die Arbeitsnacht beendet und kam angetrunken, vollgelabert, mit schmerzenden Füssen und mindestens einem blauen Arsch ins Quartier zurück.

    Kurz darauf kam Jana mit nassen Locken und in ein rosa Badetuch gehüllt ins Zimmer. In den Händen hielt sie eine Flasche und zwei Gläser.

    (Fortsetzung folgt…)

  19. Fortsetzung 49

    Jana füllte die Gläser etwa fingerbreit und brachte die Flasche wieder nach draussen. Einen Augenblick später war sie zurück, warf das Badetuch über die Stuhllehne, schnappte sich die beiden Gläser und kam, wie eine Schattengestalt, ans Bett und reichte mir eines zum Anstossen: „Na Zdarovie!“ Wir kippten den eiskalten Wodka in einem Zug hinunter, Gläser auf den Boden, Jana unter die Decke.

    Der erste Kuss gab die Richtung vor. Er war süss, lang und ziemlich stürmisch. Jana war eher klein und zierlich, aber nicht auf eine zerbrechliche Art. Ihr Körper erinnerte ein wenig an eine sanfte Hügellandschaft, die von einem runden Kamm zum nächsten verlief. Der perfekte Schwung ihrer Taille hin zu den Hüften war Natur in ihrer schönsten Form. Sie liebte es, in den Armen gehalten zu werden, Küsse auf den Nacken und in die Nierengegend beantwortete sie mit leisem Stöhnen, kleine, sanfte Bisse in die Schulterblätter konnte sie nicht genug kriegen, und als ich nach einer Weile ihren süssen Hintern küsste und kostete, drehte sie sich alsbald um und zeigte damit unmissverständlich an, welcher Weg nun einzuschlagen war. Route und Aussicht waren überaus reizvoll.

    Vor dem grossen Fenster graute bereits der Morgen und Jana und ich liebten uns noch immer. Unser Liebesspiel war nicht stumm. Wie beim ersten Mal im Winter, bestätigte sie: „Das erogene Zone“, wenn ich mit meinen Berührungen einen Treffer an einer nicht so offensichtlichen Stelle gelandet hatte und brachte mich damit immer ein wenig zum lachen. Auf wildere Phasen folgten ruhigere und dann löste ein Höhepunkt von ihr eine kleine Kettenreaktion aus. Wir lagen verschwitzt auf dem Bett, während es draussen mittlerweile schon hell geworden war. Die Kirchturmuhr schlug und meine Armbanduhr zeigte viertel vor sechs. Jana ging zum offenen Fenster und zog die Vorhänge zu. Sie steckte sich gelbe Stöpsel in die Ohren, zog die leichte Decke über uns, und ich schmiegte mich an ihren Rücken. Daraufhin schliefen wir fast sofort in den anbrechenden Samstagmorgen hinein.

    Als ich aufwachte, schien die Sonne auf beiden Seiten der Vorhänge hell ins Zimmer hinein und verbreitete die angenehme Wärme des Julivormittags. Es war ein paar Minuten nach elf, und neben mir lag Jana ausgestreckt auf dem Bauch und schlief tief. Von ihrem Gesicht sah man nur die Nasenspitze, den Rest verdeckten blonde Kringel. Vorsichtig drehte ich mich um und döste noch ein wenig vor mich hin.

    (Fortsetzung folgt…)

  20. Fortsetzung 50

    „Der Morgen danach“ im Bett von jemandem, den man noch nicht besonders gut kennt, ist eine ganz spezielle Gefühlswelt. Zuweilen bringt das grelle Tageslicht eine Schamhaftigkeit zurück, die noch wenige Stunden zuvor überhaupt kein Thema gewesen war. Am Tag von Angesicht zu Angesicht ist halt doch etwas anderes als nachts von Angesicht zu Geschlechtsteil.

    Jana schien keine Zeit an solche unnützen Gedankenspiele zu verschwenden. Als sie langsam aufwachte, nahm sie die Stöpsel aus den Ohren, gähnte, lächelte und fragte bloss: „Tee, Kaffee oder…?“ Ich sah sie an und mein Hirn dachte etwas Unzüchtiges, aber ich antwortete: „Kaffee mit etwas Milch, bitte.“ Sie stand auf, schlüpfte in einen kurzen Kimono und ein paar weisse, birkenstockähnliche Slipper, die, wie schon beim letzten Mal, akkurat ausgerichtet mit ihren andern Schuhen in einer Reihe entlang der Wand standen. Kurz darauf war sie wieder mit zwei grossen Tassen zurück, und wir tranken unsere heissen Getränke im Bett und schauten uns auf dem Laptop Fotos von zuhause an. Sie zeigten eine Frau, die mit Freunden, Verwandten und Bekannten viel lachte und Spass am Leben hatte. Offenbar kam sie in der Ukraine auch ein bisschen herum, wenn sie auf Heimaturlaub war. Es gab Bilder von Jalta und Sewastopol auf der Krim, von Charkiv, Kiev und Melitopol, sowie von ihrer Heimatstadt und der ländlichen Gegend, wo ihre Schwester mit ihrem Mann lebte.

    „Badezimmer links, ganz hinten, aber leise – alle schlafen“, antwortete sie auf meine Frage und als ich zurück ins Zimmer kam, lachte sie: „Du auch hinten gut.“ Ich musste ein fragendes Gesicht gemacht haben, denn sie ergänzte: „Popo.“ „Du auch nicht schlecht“, gab ich das Kompliment neckisch zurück, worauf sie sich umdrehte und über ihre Schulter blickte. Ich küsste ihre Pobacke, ihre Wirbelsäule bis hinauf zum Haaransatz und schliesslich ihren zierlich geschwungenen Mund. Weil wir uns ja nicht so gut kannten und unser „Deal“ auch noch etwas vage war, war ich mir nicht ganz sicher, wie weit ich gehen durfte. Aber als sie mir ein Kondom überstreifte, dass sie von irgendwo herbeigezaubert hatte, waren alle möglichen Zweifel beseitigt. Ich liebe Frauen, die Quickies am Morgen auch für einen guten Start in den Tag halten. Für die andern erfand Kellogg’s die „Super K“ Flocken.

    Das Quickie wurde von den Beteiligten zwar nicht lautlos, aber im Grunde genommen stillschweigend verlängert und ob es der Orgasmus oder der Hunger war, der es letztlich beendete, konnten wir später beide nicht mehr genau sagen. Jedoch nach einer Dusche, etwas Schminken und kurzem: „Was ich soll anziehen?“, waren wir nach Luzern gefahren und sassen in einem Altstadt-Café direkt an der Reuss und assen Frühstück um halb zwei Uhr nachmittags.

    Hier konkretisierte sich auch der geschäftliche Teil. Jana wünschte sich ein Kostüm. „Wie Business-Frau tragen – blau“, präzisierte sie. Das müsste sich in Luzern finden lassen, dachte ich, und kurz nach zwei fingen wir an die Damenmodegeschäfte und alles, was entfernt nach Kostüm aussah, abzuklappern. Wir probierten dunkelblaue, graublaue, königsblaue, solche mit kurzem Rock oder langen Hosen, mit Knöpfen oder sogar Reissverschlüssen, aber keines wollte Jana so richtig gefallen. Sie hatte eine glasklare Vorstellung im Kopf, wie sie als „Business-Frau“ aussehen wollte. Während Sie sonst eher Glänzendem und auch Funkelndem zugetan war – Ukrainerin sein, verpflichtet – stand ihr hier der Sinn nach etwas Konservativerem. Und das war gar nicht so einfach zu finden, wie sich herausstellte.

    Als die Hoffnung schon beinahe geschwunden war, fanden wir in einem alteingesessen Damenmodegeschäft genau das Richtige. Escada und meine Kreditkarte liessen den Traum Wirklichkeit werden. Die Frage war nur noch: Rock oder Hose? In ihren zwölf Zentimeter hohen Peeptoes, die ich einen Nachmittag lang durch Luzern getragen hatte, drehte sie sich vor dem grossen Spiegel hin und her und entschloss sich am Ende für den just über den Knien endenden Jupe. Weil es Sünd und schade gewesen wäre, ihre Beine in Hosen zu verstecken, bestärkte ich sie in ihrem Entschluss. Kurz vor fünf strahlte Jana glücklich und zufrieden, und wir machten uns auf den Heimweg. Um 19.00 Uhr war Dienstantritt für sie.

    Auf dem Weg zum Auto trafen wir in der Altstadtgasse noch auf ein paar Kolleginnen von ihr, die in Luzerner Clubs „flavour of the month“ waren. „Privet, privet, Küsschen, Küsschen“, das Kostüm wurde begutachtet und für gut befunden. „Dawai, paka, Küsschen, Küsschen“, und wir waren auf dem Weg nach Ebikon. Ich hielt, wo ich schon das letzte Mal angehalten hatte.

    (Fortsetzung folgt…)

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